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Berufsspecial: Jobs & Karriere im Bereich Versicherungsrecht





Hier findet Ihr unser Berufsspecial für den Bereich „Versicherungsrecht“ mit umfassenden Informationen zum Tätigkeitsbereich und zu den Aus- und Weiterbildungsangeboten.

Wir haben für Euch die Berufschancen als Rechtsanwalt im Bereich „Versicherungsrecht“ untersucht, Interviews mit juristischen Arbeitgebern geführt und Erfahrungsberichte von Praktikern im Versicherungsrecht gesammelt. Auch Stellenangebote von attraktiven Arbeitgebern im Versicherungsrecht werdet Ihr bei uns finden.



Die Praxis für den Versicherungsrechtler


Der Schaden ist groß, die Versicherung drückt sich, der Anwalt eilt!

Versichert zu sein ist eine gute Sache, die Versicherung um Hilfe zu beten, eine mühselige. Regelmäßiger Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Versicherern und Versicherungsnehmern sind Inhalt und Auslegung der Versicherungsverträge. Aufgrund der komplexen Materie ist eine besondere Expertise erforderlich. Dies schon deshalb, weil Schadensfälle aller Art sich sehr schnell existenzbedrohend entwickeln können. Dann ist es Goldwert im Kauderwelsch gesetzlicher Regelungen und Versicherungsbedingungen sowie vertraglichen Sondervereinbarungen den Überblick zu behalten. An der Schnittstelle von der alten und neuen Gesetzeslage ist von einer besonderen Komplexität zu sprechen, da eine vollständige Neufassung des Versicherungsvertragsgesetzes mit Umwälzungen im gesamten Versicherungsbereich vorgenommen wurde. Eine optimale Lösung für individuelle versicherungsrechtliche Probleme ist erforderlich und aufgrund der meist existenzbedrohenden Summen unabdingbar. Die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen und die Suche nach Vertragsschlupflöchern ist die spannende und herausfordernde Aufgabe des Versicherungsrechtlers.




Tätigkeitsfelder im Versicherungsrecht

Das Versicherungsrecht ist in viele verschiedene Teilbereiche gegliedert. Es umfasst unter anderem das Sachversicherungsrecht (hierzu gehört z.B. die Fahrzeug-, Gebäude-, Feuer- oder Einbruchversicherung), das Recht der privaten Personenversicherung, die Haftpflichtversicherung, die Vertrauensschadenversicherung, die Rechtsschutzversicherung, Transport- und Speditionsversicherung und viele weitere kleine Teilgebiete. Umzugehen wissen muss der Experte im Zuge dieser Bereiche mit den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen aus BGB, HGB und VVG, zudem mit den jeweiligen dem Vertrag zu Grunde liegenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die der Inhaltskontrolle nach den §§305 BGB unterliegen. Auch auf unübliche Vertragsgestaltungen mit ungewöhnlichen Bestimmungen muss sich der Versicherungsrechtler einstellen. Die Scheu vor neuen Erkenntnissen und Entwicklungen ist hier fehl am Platz!

Als Versicherungsanwalt wird man meist auf der Versicherten/Verbraucherseite tätig und unterstützt sie bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegen die Versicherung. Auch im Vorfeld des Abschlusses von Versicherungsverträgen hinsichtlich des Vorgehens im Schadensfall wird juristisch beraten. Täglich können Fälle wie die Kündigung der Versicherung durch die Versicherungsgesellschaft oder die Prüfung der Haftung bei Falschberatung beim Abschluss von Versicherungen den Experten im Versicherungsrecht beschäftigen. Hauptstreitfeld ist somit die Einhaltung der Obliegenheiten seitens Versicherer. Allgemein ist man gut beraten, sich bei Ansprüchen auf eine Versicherungsleistung an einen spezialisierten Anwalt zu wenden, denn jede falsche Einlassung zu einem Sachverhalt kann mit Leichtigkeit zu einer Ablehnung der Leistung führen.

Doch nicht nur auf Seiten der Versicherten kann der Versicherungsrechtler tätig werden. Auch Versicherungsgesellschaften suchen nach qualifizierten Juristen, um einen eingetretenen Schadensfall finanziell zu mindern und die rechtlichen Aspekte im entsprechenden Fall zu untersuchen. Sowohl als rechtlicher Beistand auf Seiten der Versicherten als auch als Stütze der Versicherungen ist der Experte im Versicherungsrecht herzlich willkommen.




Berufsaussichten im Versicherungsrecht – Was sind meine Möglichkeiten?




Auf jeden Bundesbürger entfallen statistisch gesehen mehr als zehn Versicherungsverträge. Unter Berücksichtigung der Komplexität und des Umfangs eines jeden Vertrages ist es kaum möglich, als Rechtslaie einen Überblick über Rechte und Pflichten hinsichtlich der Versicherungsleistungen zu bewahren. Nutzen ziehen aus diesen verzwickten Vertragskonstellationen Anwälte, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben. Das Versicherungsrecht kann damit durchaus als ein wichtiges und für den Juristen lukratives Rechtsgebiet bezeichnet werden, dem jedoch in der Anwaltschaft bis Dato wenig Interesse entgegengebracht wird. Ein Grund mehr, um die Spezialisierung in diesem Bereich zu wagen und sich als einer der wenigen Experten zu profilieren. Nachdem auch die Bedingungsaufsicht im Jahre 1994 weggefallen ist, unterliegen die Versicherungsbedingungen nur noch der Inhaltskontrolle der §§305 ff. BGB. Dies eröffnet zusätzlich ein enormes Betätigungsfeld für die gesamte Anwaltschaft.




Gehaltsaussichten




Sowohl als Unternehmensanwalt in Versicherungsgesellschaften als auch als Berater in einer Boutique oder mittelständischen Kanzlei kommt man gut mit dieser Spezialisierung unter. Der Versicherungsmarkt ist groß und es gibt viel Stoff für Prozesse; demnach auch viel Bedarf an qualifizierten Anwälten. Wichtig ist, früh genug praktische Erfahrungen zu sammeln und sich somit in den Markt zu etablieren. Entlohnt wird man dann bestenfalls mit bis zu 80.000 Euro Jahresgehalt.





Aus- und Weiterbildung



Fachanwalt im Versicherungsrecht




Waren es im Jahre 2004 gerade einmal 14 zugelassene Fachanwälte im Gebiet Versicherungsrecht, wurden 2016 1.379 gezählt. Immer mehr Junganwälte interessieren sich für die Spezialisierung in diesem Bereich und werden mit vielen Mandaten belohnt.

Die zuständige Rechtsanwaltskammer, der der Rechtsanwalt/die Rechtsanwältin angehört verleiht nach Maßgabe der Fachanwaltsordnung (FAO) die Berechtigung zum Führen der Fachanwaltsbezeichnung. Voraussetzungen für diese Verleihung sind:
  • dreijährige Zulassung und Tätigkeit innerhalb der letzten sechs Jahre vor Antragstellung (§3 FAO)

  • Antragstellung bei der zuständigen Rechtsanwaltskammer (§22 FAO)

  • Nachweis besonderer theoretischer Kenntnisse (§§ 4, 4a und 6 FAO)

  • Nachweis besonderer praktischer Erfahrungen (§§ 5, 6 FAO):





Fortbildungsveranstaltungen

Der Deutsche Anwaltverein hat eine Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht gegründet, in der versicherungsrechtlich orientierte und interessierte Rechtsanwälte in Fortbildungsveranstaltungen und in einer eigenen Schriftenreihe über aktuelle Probleme des Versicherungsrechts informiert werden.






Rhetorik-Kurse

Neben den klassischen Fortbildungswegen, sollten allerdings Rhetorik-Kurse in Anspruch genommen werden. Dies, um die Vorträge, die oftmals vor Nicht-Juristen gehalten werden, optimal und verständlich zu gestalten.




LL.M. – Master of Laws im Versicherungsrecht




Natürlich besteht auch in diesem vielfältigen Berufsfeld die Möglichkeit zu promovieren oder aber einen Master of Laws zu erwerben. Dieser kann beispielsweise an der Universität Münster erworben werden oder auch an einer Vielzahl ausländischer Universitäten, wie beispielsweise an der Queen Mary University of London. Die Vorteile eines LL.M. in Deutschland liegen zum einen in den günstigeren Kosten (ca. 11.000 €) und zum anderen darin, dass dieser berufsbegleitend absolviert werden kann. Der Nachteil besteht offenkundig darin, dass der „Blick über den deutschen juristischen Tellerrand“ hinaus selten besteht und Fremdsprachenkenntnisse nicht erweitert werden.





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